Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

July 09 2013

Homélie du pape François à Lampedusa ; 08/07/2013 ❝ « Où est ton frère ? » Qui est le responsable…

Homélie du pape François à Lampedusa ; 08/07/2013

« Où est ton frère  ? » Qui est le responsable de ce sang  ? Dans la littérature espagnole, il y a une comédie de Lope de Vega qui raconte comment les habitants de la ville de Fuente Ovejuna tuèrent le Gouverneur parce que c’est un tyran, et le font de façon à ce qu’on ne sache pas qui l’a exécuté. Et quand le juge du roi demande  : « Qui a tué le Gouverneur  ? », tous répondent  : « Fuente Ovejuna, Monsieur ». Tous et personne  ! Aujourd’hui aussi cette question émerge avec force  : qui est le responsable du sang de ces frères et sœurs  ? Personne  ! Tous nous répondons ainsi  : ce n’est pas moi, moi je ne suis pas d’ici, ce sont d’autres, certainement pas moi. Mais Dieu demande à chacun de nous  : « Où est le sang de ton frère qui crie vers moi  ? ».

http://www.la-croix.com/Religion/Actualite/Homelie-du-pape-Francois-a-Lampedusa-2013-07-08-983797

Reposted from02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

April 26 2013

Social Media Strategien für Katholische Hochschulgemeinden

Wie schaffen Katholische Hochschulgemeinden eine systematischere Herangehensweise an die Kommunikation im Social Web? Das war Thema eines Studientags am 24. April 2013 in Regensburg, organisiert vom Forum Hochschule & Kirche.

Da ich denke, dass das Thema auch durchaus über den Kreis der HochschulseelsorgerInnen hinaus interessant sein kann, stelle ich hier meine Slides zur Verfügung. Die kollaborative Mitschrift der TeilnehmerInnen ist im Etherpad zu finden. 

Social Media Strategien für KHGs from Andrea Mayer-Edoloeyi Kategorie:  Pastoral 2.0 Stichwort:  Hochschule Uni KHG Seelsorge Strategie Social Media Strategie Bild:  Studierende im Hörsaal Blogbildrechte: 

Flickr CC by-nc-sa daniel-weber

Reposted fromandreame andreame

December 08 2012

What’s Wrong With the New Atheism?

The New Atheism is a movement that has emerged in the last two-decades that seeks to challenge the hold of religion on the consciousness of human beings and the impact of religion on political, intellectual and social life.


See it on Scoop.it, via Utopia and Its Derivatives

August 08 2012

Netzwerk Kirche - Ein Ratgeber

Über Plattformen und Internet-Tools für die kirchliche Kommunikation informiert eine neue 92-seitige Broschüre der Erzdiözese Köln, die online verfügbar ist.

Der Autor der Broschüre, Stefan Lesting, kennt das Social Web sie seine Westentasche und ist darum wohl genau der Richtige so ein Übersichtswerk zusammenzustellen. Herausgegeben wurde es von der Stabsabteilung Medien der Erzdiözese Köln. Und das Beste: die Broschüre ist online verfügbar, gleich hier eingebunden und da als Vollbild und Download oder kann auch gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro als Printausgabe bestellt werden.

Inhaltlich deckt die Broschüre eine Bandbreite von nützlichen Tools und Werkzeugen ab und macht die Bandbreite der Möglichkeiten sichtbar. Es gibt anschauliche Praxisbeispiele und oftmals werden auch Alternativen genannt bzw. mögliche Probleme angesprochen. 

   

Stefan kann ich nur zu seinem gelungenen Werk gratulieren, das ich hier explizit empfehlen möchte. Es ist gut sowohl für neugierige EinsteigerInnen als auch für VielnutzerInnen geeignet, die trotzdem noch was Neues entdecken können.

Das Handbuch "Lernen mit Digitalen Medien", das ich hier im Blog vor einer Weile vorgestellt habe, enthält übrigens auch sehr viele Tipps für Tools - mit einem Fokus auf die Erwachsenenbildung. 

 

 

 

 

Kategorie:  Tipps und Trends Beispiele Stichwort:  Broschüre Tools Übersicht Praxistipps Literaturtipp Rezension Bild:  Titelbild Blogbildrechte: 

Screenshoot Titelblatt der Broschüre © Erzbistum Kön 2012

Reposted fromandreame andreame

December 13 2011

Österreichische Diözesen auf Facebook

Kreuz

Seit Anfang Dezember haben nun sechs von zehn österreichische Diözesen eine eigene Facebook-Seite. Eine Übersicht. 

Am 1. Dezember sind die Erzdiözese Wien und die Diözese St. Pölten neu in Facebook eingestiegen. Die Erzdiözese Salzburg, die Diözese Feldkirch, die Diözese Graz-Sekau und die Diözese Gurk-Klagenfurt haben zwar keine diözesane Seiten, Themenseiten und viele Auftritte von Pfarren und kirchlichen Einrichtungen gibt es auch aus diesen Diözesen, genauso wie andere Social Media Aktivitäten. 

Erzdiözese Wien

Diözese St. Pölten

Diözese Linz

Diözese Eisenstadt 

Diözese Innsbruck

Militärordinariat

Oft ist es üblich, solche Übersichten gleich auch mit einem Ranking zu verbinden (wie neuerdings hier für Deutschland). Das habe ich hier nicht gemacht, weil es meiner Meinung nach in die falsche Richtung führen würde. Über den Erfolg einer Facebook-Seite sagt die Zahl der Fans nur sehr bedingt etwas aus, entscheidend ist sowieso, ob dort wirklich Interaktion stattfindet. Außerdem wäre es Äpfel mit Birnen vergleichen: Die Diözesen sind unterschiedlich groß und die Seiten gibt es unterschiedlich lang. 

Zudem spielt sich Social Media sowieso primär dezentral ab. Es mag zwar ein gemeinsamer diözesaner Auftritt Sinn machen, aber dort, wo es im Kern um personale Kommunikation geht, passiert die vor Ort in den Pfarren und in kirchlichen Gemeinschaften und Einrichtungen. Das gilt auch für das Web 2.0. Schließlich geht es nicht einfach um Marketing, sondern um Community-Building. Das braucht konkrete Anknüpfungspunkte und darum es ist auch schön, wie die Vielfalt und Buntheit der Kirche sich auch in Social Media zeigt und beständig weiterentwickelt.

Was sich dezentral so tut in Social Media, das ist hier auf Kirche 2.0 für die Diözese Linz in einer Übersicht abrufbar. So etwas gibt es, so weit ich weiss, nur bei uns ;-) 

Kategorie:  Beispiele Stichwort:  Facebook Diözese
Reposted fromandreame andreame

December 05 2011

Ich bin dann mal weg ...

Urlaubsfoto

Alle brauchen einmal eine Unterbrechung. So auch auch ich. Ich bin dann mal auf Urlaub bis Ende Dezember. Kirche 2.0 wird aber trotzdem nicht zugesperrt.

Ich bin von 5. Dezember bis 31. Dezember auf Urlaub. Da werde ich mich hoffentlich gut erholen und viele neue Inspirationen mitbringen. Die Zeit werde ich teilweise wirklich auch offline verbringen. Etwas, was mir sicher gut tut.

Hier auf Kirche 2.0 wird es darum etwas ruhiger. Maria Herrmann wird dankenswerterweise nach dem Rechten sehen und die KollegInnen im Kommunikationsbüro der Diözese Linz stehen sowieso für etwaige Anfragen zur Verfügung. Einige Beiträge von GastautorInnen und auch von mir gibt es schon und Maria schaltet diese nach und nach online und ich bin schon gespannt, was sie selbst bloggen wird. Etwaige Fragen und Kommentare, die sich direkt an mich richten, beantworte ich dann gerne, halt mit Verspätung. 

Der Advent ist zwar die stille Zeit im Jahr - oder sollte sie zumindest sein, wenn ich realistisch bin - aber ganz ohne Social Media Updates und Inspirationen wollen wir euch dann doch nicht lassen. 

Bleibt Kirche 2.0 verbunden!

Aber viel wichtiger: Ich wünsche Euch allen eine gute Adventszeit und gesegnete Weihnachten! 

Kategorie:  In eigener Sache Stichwort:  Pause
Reposted fromandreame andreame

November 11 2011

Play fullscreen

Saint Martin of Tours
Nov 11
Uploaded by breski1 on Nov 10, 2007



11th of November - Saint Martin, His Life, Traditions and Custom all over Europe



Saint Martin of Tours
Catholic Encyclopedia

Saint Martin's Day - Wikipedia (EN)
The Traditions and Costums of St. Martin's Day

Martinmas
(St Martin's Day, or Hollantide, Nov 11)
Feast day of St Martin of Tours
By Pip Wilson

Saint Martin's Summer -
The Traditions and Costums of St. Martin's Day
Reposted from02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

November 06 2011

November 02 2011

October 26 2011

#sbsmCamp: BetriebsrätInnen treffen prekäre Nerds


Andrea Mayer-Edoloeyi 25 Oktober, 2011 - 13:25

Am 19. und 20. Oktober 2011 ging in Wien das #sbsmCamp über die Bühne. Ich war da mitten drin - wohl als "Kirchen-Nerd" ;-) 

Ich bin mir sicher, dass Lernen in Differenz stattfindet, dass wir uns nicht weiterentwickeln können, wenn wir uns immer nur auf Menschen und Kontexte beziehen, die die eigenen Meinungen und kulturellen Codes bestätigen. Vielmehr findet Entwicklung dort statt, wo Unterschiedlichkeit da ist, denn nur so findet ein Hinterfragen der eigenen Position statt. Dieses Lernen in Differenz habe ich im komprimierter Weise auf Camp Soziale Bewegungen und Soziale Medien erlebt zu dem der ÖGB-Verlag und die Gewerkschaften anlässlich der Fertigstellung des gleichnamigen Buches einluden [Ankündigung und Buchvorstellung]. Das Camp war eine Mischung von Konferenz, Un-Konferenz und Barcamp. 

Das Außergewöhnliche war, dass sich am #sbsmCamp nicht nur BetriebsrätInnen und MitarbeiterInnen der Gewerkschaften versammelten, sondern sogar mehrheitlich Menschen, die @aniqueness zusammenfassend als "prekäre Nerds" bezeichnet hat. Gemeint ist damit wohl jener Teil der Nerds, die sich in sozialen Bewegungen von #unibrennt bis lokalen BürgerInneninitativen engagieren und oftmals selbst in atypischen und prekären Verhältnissen leben. Die Begegnung hat wohl der Institution Gewerkschaft (oder zumindest jenen GewerkschafterInnen, die dabei waren) gut getan, weil damit auch manch weisser Fleck auf der Landkarte der ArbeitnehmerInnenbewegung in den Blick kommt, gleichzeitig wurden aber auch Einblicke in die Realität von BetriebsrätInnen eröffnet, die für manche Überraschung sorgten. Für mich (auch eine, die in ihrem Alltag nur manchmal Berührung mit der Gewerkschaft hat)  wurde da - obwohl ich doch ab und an Betriebsratsblogs lese - beispielsweise deutlich wie wichtig das Thema Vertraulichkeit für ArbeitnehmerInnen in Konflikten mit ihren ArbeitgeberInnen ist. Dass diese Privatheit in Zeiten des neuen Netzes gerade neu verhandelt wird, liegt auf der Hand. Geschärft wurde auch meine Sensibilität dafür, dass Strategien des Online-Reputationsmanagement jene sind, die die, die sowieso schon viele Möglichkeiten haben, stärken und jene noch schwächer machen, die das nicht haben. Darum war es nur gut, dass die Themen digitale BürgerInnenrechte und Datenschutz breiten Raum am Camp eingenommen haben. 

Meine spezifischen Perspektive, mich aus kirchlichem Background mit Social Media zu beschäftigen, habe ich vor allem in Debatten um die die Kommunikation von grossen Organisationen bzw. Institutionen eingebracht. So unterschiedliche "Organisationen" wie die Gewerkschaften, die Kirche und #unibrennt wurden da vergleichend nebeneinander gestellt und Strategien ausgetauscht. Gemeinsam ist der Kirche wohl mit den Gewerkschaften (aber auch den Parteien), dass sie allesamt von einer Krise der Institutionen betroffen sind und die sozusagen automatische Bindung vieler Menschen an die Institution im Schwinden begriffen ist. Interessant war es da die Experimente der Gewerkschaften kennenzulernen, wie sie Mitgliederkommunikation, -bindung und -werbung gestalten. Am plausibelsten sind für mich dabei Strategien, die das "Innen" und "Außen" fließend machen und die Kommunikationsräume auf Augenhöhe schaffen. Das ist ja auch etwas, was ich beim Thema Social Media in der Kirche sehr massiv vertrete. "Abgeschottene" Systeme im Internet können aber wohl in spezifischen Einzelfällen oder auch vor dem Hintergrund einer notwendigen Vertraulichkeit für spezielle Themen Sinn machen, sie ersetzen aber keinen offenen Kommunikationsraum. Deutlich ist mir dabei auch wieder einmal geworden, dass das Thema Social Media durchaus ein Thema der Öffentlichkeitsarbeit ist, aber noch viel mehr eines der Organisations- und Personalentwicklung. "Was online versprochen wird, muss offline halten" ist ja einer der meiner Lieblingssätze für Social Media Debatten. Das stimmt wohl überall, nicht nur in der Kirche. Diese Entwicklungs- und Veränderungsprozesse haben erst gerade begonnen, sie sind aber, wenn es Kirche und Gewerkschaften als gesellschaftliche relevante Organisationen auch in 10 Jahren noch geben soll, unabdingbar.

Die Chancen sind aber auch nicht so schlecht, denn wirklich leidenschaftlich von ihrer Sache überzeugte Menschen habe ich am #sbsmCamp erlebt ebenso wie in der Kirche - aber nie so wirklich auf Social Media Marketing Veranstaltungen. Wie sollte auch jemand so viel Leidenschaft fürs Verkaufen von Zahnpasta aufbringen als für die Frage sozialer Gerechtigkeit oder nach dem Sinn des Lebens? Ich möchte das aber nicht naiv sagen, denn Tatsache ist ja wohl auch, dass wir in einer Gesellschaft leben, wo nicht Gott oder der Mensch in seiner unverwechselbaren Würde im Mittelpunkt steht, sondern wo die dominante "Religion" das Geld ist. Social Media dafür zu nutzen, dass das wieder anders wird, das macht Sinn - auch wenn klar ist, dass Social Media Offline-Prozesse nur begleiten, nicht ersetzen kann. #unibrennt hätte es ohne besetzten Hörsaal nicht gegeben, Livestream, Facebook und Twitter hin und her. 

#sbsmCamp: BetriebsrätInnen treffen prekäre Nerds | Kirche 2.0
Reposted fromsbsm sbsm via02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

October 21 2011

Religion, Ethik, Öffentlichkeit in mehr als 140 Zeichen

Heute ist wieder mal eine kleine Hin- und Her-Twitterei über Religion ausgebrochen. Mein Resümee war dann, dass das, was dort inhaltlich verhandelt wird, einfach den Rahmen sprengt, den 140 Zeichen so vorgeben. @digiom hat vorgeschlagen, ich möge doch mal drüber bloggen. Also tue ich das, auch wenn ich mir eigentlich denke, dass auch ein Blogpost viel zu wenig ist für die komplexe Materie. Wenn ich das so biografisch bedenke, dann stelle ich fest, dass ich - um das Verhältnis Religion - Gesellschaft und meine eigene Position da drin irgendwie klar zu kriegen, mindestens ein ganzes Theologiestudium gebraucht habe und eigentlich da selbst noch immer mehr Fragen als Antworten habe. Ja, aber so ist das halt, ich bin sowieso keine Freundin von vorschnellen und allzu fixen Antworten. Meine Motiviation überhaupt Theologie zu studieren, liegt tief da drin vergraben in diesem Thema.

Religion und Ethik

Das erste Thema (und sogar das noch einfachere), das immer wieder auftaucht auf Twitter ist, dass Christ_innen allen Nicht-Christ_innen unterstellen würden, sie hätten keine Werte und keine Ethik. Das ist natürlich ein ausgemachter Blödsinn und eigentlich etwas das seit mindestens 100 Jahren philosophisch völlig klar ist. Gott braucht es nicht, um ethisch gutes Verhalten zu rechtfertigen, dafür reicht die Vernunft der Menschen aus. Dass sich diese aber noch nicht wirklich durchgesetzt hat, dafür reicht ein Blick auf die Schlagzeilen der Nachrichten.
Menschen haben aber, oft biografisch begründet, sehr unterschiedliche Quellen wie sie zu ihren Werten kommen. Da kann der Glaube an Gott eine Quelle dafür sein, genauso wie die Sozialisiation in der Herkunftsfamilie und das ganze gesellschaftliche Umfeld, in dem Menschen leben. Erfahrung und Bildung sind wohl die entscheidenden Stichworte.

Der Glaube an Gott ist auch gewiss keine Garantie dafür, dass jemand zu einer besseren Ethik kommt. Beispiele von den Kreuzzügen bis Bin Laden lassen sich genug finden, wo das offensichtlich nicht der Fall ist. Was besser ist? Das entsteht wohl auch in kommunikativer Verhandlung, aber nehmen wir doch einfach mal die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als Orientierungspunkt (ja, ich weiss, das ist ein eurozentristisches Konzept ....).

Nun gibt es immer wieder auch Studien, die nachweisen wollen, dass die Religion ein Faktor dafür ist, dass Menschen besser oder glücklicher sind. @michalaki hat heute so eine Studie in die Debatte eingeworfen. Manche davon haben für mich ja auch durchaus eine gewisse Plausibilität. Trotzdem bin ich da skeptisch und zwar vor allem deswegen, weil der Begriff "Religion" religionssoziologisch heiss diskutiert ist und es bei solchen empirischen Untersuchungen immer sehr drauf ankommt, welcher Religionsbegriff als Referenz herangezogen wird und wie gefragt wird. Jürgen Habermas hat doch mal was von Erkenntnis und Interesse geschrieben ;-) Jedenfalls glaube ich, dass es selten produktiv ist, solche leicht zu kritisierenden Studien in Diskussionen ins Treffen zu führen, was ja nicht heissen soll, dass Forschung in dieser Richtung nicht sinnvoll und interessant sein kann.

Der Grund der Aufregung ist meistens ja sowieso wo anders zu finden: Zu recht fühlen sich Menschen, die glauben, ihnen würde unterstellt, sie wären, weil sie nicht an Gott glauben, die schlechteren Menschen, nicht gut dabei und regen sich auf. Das würde ich ja auch machen. Mich stimmt nachdenklich, dass das immer wieder auftaucht. Das, was ich oben als notwendige Differenzierung zum Thema Religion und Ethik geschildert habe, ist eine breit getragene Einsicht der (christlichen) Theologie und Philosophie, kein_e ernsthafte_r Theolog_in würde das bestreiten (da gibts aber noch immer genug zu diskutieren, z.B. die Frage, warum es so viel von Menschen produzierten unsagbares Leid auf dieser Welt gibt). Offenbar gelingt es den Kirchen in der Kommunikation ihrer Botschaften nicht, diese Einsicht klar mit zu kommunizieren. Leider. Das deutlicher zu machen, würde vieles vereinfachen.

Religion und Öffentlichkeit

Das zweite Thema, dass ich immer wieder mal auf Twitter und Co. diskutiere, ist die Frage nach Religion und Öffentlichkeit. Zumeist taucht da dann der Stehsatz "Religion ist Privatsache" auf. Diesen halte ich für genauso einen ausgemachten Blödsinn, wie die Rede davon, dass Ethik ohne Religion nicht möglich wäre. Das ist aber eine Erkenntnis, die bei mir sehr lange gedauert hat, noch vor zehn Jahren hätte ich da zugestimmt.

Einige Annäherungen ans Thema mit denen ich das erklären möchte:

"Das Private ist politisch" ist eine grundlegende Einsicht der Frauenbewegung der 1970er. Thema war damals, dass Gewalt gegen Frauen eine öffentliche Sache ist und nicht das Privatproblem der betroffenen Frauen. Menschen leben gesellschaftlich und damit politisch (Polis = die Stadt, der Stadtstaat, das Gemeinwesen). Ob ein Mann seiner Frau daheim in der privaten Wohnung die Hölle bereitet, ist eine öffentliche und politische Angelegenheit. Vor allem, dass da die Gesellschaft einschreiten muss.
Diese Einsicht möchte ich auf die Religion umdenken. Was jemand glaubt oder auch nicht glaubt, hat Einfluss auf ihr/sein Verhalten, ihr/sein gesellschaftliches Leben. Insofern ist der persönliche Glaube nicht nur eine Frage einer persönlichen Überzeugung, sondern Teil eines gemeinsamen gesellschaftlichen Prozesses. Damit kann es zum Gegenstand der Kommunikation der Menschen werden, auch medial.

Religion ist wesentlich mehr als Liturgie und Community-Building innerhalb der Angehörigen der Religionsgemeinschaft. Wie diese Bereiche die einzelnen Religionsgemeinschaften gestalten, müssen auch diese selbst ohne Einflussnahme von außen entscheiden können. Das ist wohl der Kern des Menschenrechts Religionsfreiheit - neben dem, dass jeder und jede öffentlich und frei darüber sprechen kann, was sie/er glaubt ohne deswegen irgendwelchen Repressionen ausgesetzt zu sein. Wie in diesem Rahmen mit Symbolen der Religionen im öffentlichen Raum (Kreuze in den Schulen, Moscheen mit Minaretten, ....) umgegangen wird, das ist öffentlich zu verhandeln. Ich persönlich wünsche mir hier mehr Pluralität und sicher nicht, dass alles, was mir persönlich nicht passt oder gefällt aus dem öffentlichen Raum verbannt wird. In der Differenz entwickeln wir uns weiter!

Religion ist (siehe oben) Teil der Quellen aus denen Menschen ihre Werte beziehen. Das über die Ausgestaltung unserer Bildungssystems - auch eine Werteproduzentin - öffentlich verhandelt werden sollte, wird wohl niemand bestreiten. Genauso verhält es sich auch mit der Religion. Welche Rolle diese in der Gesellschaft spielt, sollte gesellschaftlich verhandelt werden. Das geht ganz gewiss nicht, wenn Religion zur Privatsache erklärt wird.

Der christliche Gottesbegriff ist performativ. Das heisst für mich, dass ich nicht einfach sagen kann "Ich glaube an Gott" und dann ist alles eh so wie immer. Vielmehr ist damit Glauben und Handeln in eins gesetzt. Da kann ich mit dem Gedanken von Antje Schrupp erfahrungsbezogen (!) Gott und "Gutes Leben für alle" synonym zu setzen durchaus was anfangen. Das was damit verbunden ist, lebe ich dann ja nicht alleine zu Hause, sondern wie alle in aller Öffentlichkeit und Kommunikation mit anderen. Auch auf Twitter in 140 Zeichen.

So, Schluss, wissentlich, dass da zwischen den Zeilen wieder mal mehr Fragen als Antworten stecken. Oder?

Vögelchen Flickr CC by-nc Matt Hamm

Reposted fromandreame andreame

October 16 2011

Gestaltung des Religionsunterricht

Tweet

Ich bin im Youtube auf ein interessantes Video gestolpert zum Thema Religionsunterricht. Es hat nicht viele Views doch ich fand es ganz interessant und es ist auch nur 4 Min. lang.

Zum Video

Reposted fromThemaTisch ThemaTisch

October 11 2011

October 03 2011

September 04 2011

Kirche 2.0 am Webmontag in Salzburg

Tweet

Am Webmontag in Salzburg (Montag, 5. 9. 2011, ab 19.00 Uhr) habe ich auf Einladung von Sonja Loidl das Vergnügen, ein bisschen was über Kirche 2.0 zu erzählen und danach meine Überlegungen mit den TeilnehmerInnen zu diskutieren. Würde mich freuen, wenn sonst noch jemand mit kirchlichem Background da vorbei schaut und mitredet. Das funktioniert auch online, mit einer Videokonferenzsoftware; auch ich sitze ja in Linz, nicht in Salzburg, denn unter Tags bin ich ja am #cywbarcamp im Rahmen der Ars Electronica. Hier gibts vorab schon mal meine Slides. Sind aber wirklich nicht viele, damit mehr Zeit für die Diskussion bliebt, was einfach besser zum partizipativen Veranstaltungsformat Webmontag passt. 

Webmontag Kirche 2.0

View more presentations from ThemaTisch

 In der Präsentation heisst es schon http://kirche20.at. Das war ein bisserl voreilig, aber deutet doch drauf hin, dass es ganz, ganz bald soweit ist mit der neuen Plattform.

Reposted fromandreame andreame

August 25 2011

Erste Social Media Weiterbildung für TheologInnen

Tweet

An der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main können Theologiestudierende und Theologinnen erstmalig im deutschsprachigen Raum eine Social Media Ausbildung absolvieren. Die Zertifikationsausbildung startet am 15. September 2011 und vermittelt Schlüsselkompetenzen für die Arbeit in der Seelsorge, in Bildungsarbeit und in Verbänden.

Durch die Grundregeln des Social Media Management lernen Sie die neuen Möglichkeiten des Internets und der Social Media Tools kennen. Sie lernen den sicheren und strategischen Umgang, um Text, Foto, Video in die Kommunikation einzubeziehen. Sie werden schrittweise im Verlauf der Ausbildung durch die projektorientierte Ausbildung im Social-Media-Management und im Internetjournalismus tätig.

Aufbau Studium

Das Lehrgangsteam bestehend aus Florian Hintz, Jürgen Pelzer und Dr. Eckhard Bieger S.J. steht für Qualität und eine nachhaltige Ausrichtung dieser Zusatzqualifikation für TheologInnen.  

Auch wenn Frankfurt am Main nicht gerade nebenan ist, könnte ich mir vorstellen, dass diese Weiterbildung auch für ÖsterreicherInnen spannend sein könnte. Die Präsenzteile werden geblockt angeboten. Alle notwendigen Informationen finden sich im Web und eine Facebook-Page gibts es auch schon. 

Reposted fromandreame andreame via02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

July 12 2011

Katholische Kirche öffnet Personalakten

Die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche in Deutschland hat durch die Missbrauchsfälle schwer gelitten. Nun geben die Bischöfe eine in Europa beispiellose Untersuchung in Auftrag: Eine externe Einrichtung fahndet nach Verdachtsfällen – und bekommt nach SPIEGEL-Informationen Zugriff auf sämtliche Personalakten.

 

weiterlesen im Originalartikel

 


July 11 2011

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl